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Die Sonderschau 2017

Sonderschau 2017: „Fluorit -
Mineral des Regenbogens”
und “Durch Stollen und Schächte...”

     

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Herrliche Fluoritstufen  von Hardin Co., Illnois/USA Höhe: ca. 9 cm (links), mit Löllingit von der Huangang Mine, Chifeng/China, Größe ca. 6 cm (Mitte) und von der “Shangbao Mine, Hunan/China, Größe: ca. 6 cm (rechts); alle Coll. St. Smale/USA, Fotos: J. Scovil/USA

“Fluorit” sowie „Durch Stollen und Schächte...“
lauteten die Themen der beiden Sonderschauen auf der letztjährigen „Siegerländer  Mineralienbörse“.

Fluorit - das “Mineral des Regenbogens”. Wohl kaum ein anderes Mineral hat eine derartige “Bandbreite” in Farbe und Form zu bieten. Unzählige Fluorit-Fundstellen weltweit liefern ein wahres Feuerwerk von herrlichen Kristallen in allen Farben des Regenbogens - kein Wunder, dass Mineralienkenner und Sammler das Mineral sehr schätzen und dass das Mineral aufgrund seiner Vielfalt oft Gegenstand von Spezialsammlungen ist.
Seine deutsche Bezeichnung “Flußspat” weist auf seine technische Bedeutung hin. Das Mineral wurde schon in früher Zeit beim Ausschmelzen der Metalle aus ihren Erzen verwendet (es diente und dient noch heute als Flußmittel zur Herabsetzung der Schmelztemperaturen und Gewinnung leicht fließender Schlacken). Von den überaus zahlreichen Fundorten sind in Deutschland besonders das Erzgebirge (Freiberg etc.), der Schwarzwald (zahlreiche Gruben im Kinzigtal) und Wölsendorf in Bayern hervorzuheben. International sollen stellvertretend die herrlichen rosafarbenen Oktaedern (oft in Verbindung mit Rauchquarz oder Bergkristall) aus den Schweizer  (Grimsel, Göschener Alp) und französischen  Alpen (Montblanc), dann die bezaubernden Stufen von Cumberland/England, Berbes/Spanien, aus dem Zentralmassiv/Frankreich, von Dalnegorsk/Russland, aus Illinois/USA und von den überaus zahlreichen Fundorten in China genannt werden. 

´”Durch Stollen und Schächte” - 60 Jahre Stillegung Grube “Eisernhardter Tiefbau”
Die zweite Sonderschau dokumentierte eine Reihe von Siegerländer Gruben, die eine Besonderheit des Siegerländer Bergbaus - im wahrsten Sinne des Wortes - miteinander verbindet. Es handelt sich um die mit ca. 13 Kilometern längste untertägige Verbindungsstrecke, die jemals im Siegerländer Erzbergbau geschaffen worden ist. Sie war im Rahmen von Rationalisierungsmassnahmen aus der schrittweisen Zusammenlegung von benachbarten Bergwerken entstanden und führte in einer Tiefe von mehreren Hundert Metern von Kaan-Marienborn bei Siegen über Eiserfeld bis hin nach Dembach nahe Herdorf. Eine komplette Befahrung dieser Strecke wäre recht beschwerlich über verschiedene Stollen und Schächte verlaufen. Dieser Untertage - Weg verband die in Sammlerkreisen durch ihre Mineralfunde (u.a. prächtige Bleiglanz-, Kupferkies- und Bergkristallstufen)  so namhaften Gruben wie “Mocke”, “Ameise”, “Eisernhardter Tiefbau”, (deren Stillegung sich in diesem Jahr zum 60sten Male jährt. Der Betrieb dieser ehemals bedeutenden Grube wurde am 29. Juni 1957 wohl für immer eingestellt),  “Brüderbund” “Eisenzecher Zug” und “Pfannenberger Einigkeit”,
In der Sonderschau wurde neben den Mineralfunden auch der Bergbau der an der Strecke beteiligten Gruben mit eindrucksvollen Dokumenten und Fotos vorgestellt. Eine ausführliche Dokumentation des Weges und seiner Geschichte findet sich darüber hinaus  auch im aktuellen “Siegerländer Heimatkalender 2018” (Vorländer-Verlag, erschienen im Herbst 2017).

 

Durchschlag der Verbindungsstrecke von “Eisenzecher Zug” und “Pfannenberger Einigkeit” am 22. Juni 1956, Archiv: H. Frisch (limks.) Malachitkristalle von der Grube “Eisenzecher Zug”, Foto: M. Reinhardt  (rechts). Grube “Eisernhardter Tiefbau” in den 50er Jahren, Archiv: Lorenz(oben)
 

KOSTENLOSE Edelstein-Prüfung!                                              
Wie bereits im Vorjahr war wieder das  „Epi-Institut für Edelsteinprüfung“ aus Offenburg auf der Börse vertreten; es bot eine kostenlose Bestimmung und Echtheitsprüfung von Edelsteinen für alle Besucher an.
Sie haben einen Ring mit einem Edelstein geerbt oder gekauft und möchten gerne wissen, um welchen Stein es sich handelt oder ob er echt ist? Dann besteht auch auf der diesjährigen Börse wieder die  Gelegenheit,
z.B. solche Schmuckstücke mit geschliffenen Edel- und Schmucksteinen zerstörungsfrei und kostenlos von wissenschaftlich geschulten Gemmologen bestimmen und untersuchen zu lassen. Weitere Infos unter:
www.epigem.de.

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